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Regel #1 – Mach es allen recht!

aus: Artikelserie: Die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen

Hallo liebe Leserin, lieber Leser!

Heute geht sie los, die Artikelserie um die 13 wichtigsten Regeln, sich richtig gut Stress zu machen. Geschrieben hat sie mein Kollege und Mitarbeiter Coyote. Entsprechend ist sie auch zu lesen und zu verstehen: mit Humor und Augenzwinkern, eben nach Coyote-Art cool. Jeden Donnerstag erscheint hier ein Artikel, bis wir alle Regeln voll haben. So habt ihr immer eine Woche Zeit, die jeweilige Regel in Ruhe auszuprobieren. Am besten immer dann, wenn ihr gerade daran denkt. Schreibt gerne eure Erkenntnisse und Erfahrungen in die Kommentare, damit wir alle davon lernen können! Viel Spaß wünsche ich euch!

Hier nun Regel #1 – Mach es allen recht!

Diese Regel ist sehr kraftvoll, wenn es darum geht, sich selbst richtig gut Stress zu machen. Auf den ersten Blick ist es vielleicht nicht so offensichtlich. Aber probier es aus, und du wirst sehen, dass es klappt. Es ist auch wichtig, es allen recht zu machen, denn wo kämen wir hin, wenn jeder es erst mal sich selber recht machte?

Habe also immer ein offenes Ohr  und ein gutes Gespür für das, was andere wollen, und tu dein Bestes, dem auch nachzukommen.

Wie es funktionieren kann, zeigt die Geschichte von Vater, Sohn und Esel.

Ein Mann geht mit seinem Sohn auf einen Viehmarkt, um dort einen Esel zu kaufen. Nachdem sie nach langer Suche einen Esel gekauft haben, machen sie sich auf den Weg nach Hause.

Zunächst gehen sowohl der Vater als auch sein Sohn zu Fuß neben dem Esel her, bis sie ein entgegenkommender Wanderer auslacht und fragt: „Ihr habt einen Esel, aber warum reitet keiner auf ihm?“

Nach kurzer Überlegung setzt sich nun der Sohn auf den Esel, und so setzen sie ihren Heimweg fort, bis ihnen der nächste Wanderer entgegenkommt und zu dem Sohn sagt: „Junger Mann, du solltest dich schämen. Du hast junge Beine und reitest auf dem Esel, während dein Vater laufen muss!“

So setzt sich nun der Vater auf den Esel, und der Sohn geht zu Fuß. Nun treffen sie einen weiteren Wanderer, der zu dem Vater sagt: „Du solltest dich schämen, du mit deinen starken Beinen reitest auf dem Esel, während der zarte Junge zu Fuß gehen muss!“

Also setzen sich beide auf den Esel, und setzen so den Heimweg fort, bis ihnen abermals ein Wanderer entgegenkommt, der sie beschimpft: „Ihr solltet euch schämen! Ihr beide sitzt faul auf dem Esel, und das arme Tier muss die ganze Strecke die schwere Last von euer beider Gewicht tragen!“

Daraufhin entschließen sich Vater und Sohn, den Esel an den Vorder- und Hinterbeinen zu nehmen, und so tragen sie nun den Esel bis nach Hause. Als sie dort ziemlich spät und völlig erschöpft ankommen, sagt die Ehefrau des Mannes: „Ihr seid vielleicht zwei Dummköpfe! Warum lasst ihr den Esel nicht selber zu seinem neuen Stall laufen?“ (nach Hodscha Nasreddin)

 

Wie profitierst du von der Regel Nummer 1 ?

Wie wir oben in der Geschichte gesehen haben, ist es gar nicht so einfach, es tatsächlich allen recht zu machen. Und genau darin liegt ja auch der Reiz! Denn wenn es nicht einfach ist, ist es richtig anstrengend, und dann wird es richtig schön stressig.

Wichtig ist, deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche

komplett zurück zu stellen. Am besten vergisst du sie einfach. Werde zum Ja-Sager, und reiß dir alle Beine für die anderen aus.

Ja-Sager sind nicht beliebt, sie werden von anderen als schwach angesehen und in keinster Weise mehr respektiert. Trotzdem werden sie gern benutzt und ausgenutzt, weil man von ihnen alles bekommen kann. Und hinter ihrem Rücken redet man dann über sie. Wunderbar! Du wirst so viel sozialen Druck empfinden, dass allein das schon richtig stressig ist.

In der Folge wirst du immer öfter Angst haben, es nicht allen recht machen zu können. Du wirst dich fragen, ob die anderen dich auch wirklich gut finden, und ob es reicht, was du tust. Vor allem, wenn zwei Leute etwas gegensätzliches von dir wollen, kommst du in Konflikt. Wahrscheinlich strengst du dich noch mehr an. In stillen Stunden wirst du dich selber verachten, weil du so viel Angst hast und niemals Nein sagen kannst. Du wirst Angst haben, andere zu enttäuschen, obwohl deine Selbstaufopferung so groß ist. Deine eigene Meinung sagst du schon lange nicht mehr. (Hast du noch eine?) Du fühlst dich ausgelaugt; Depression und Burn Out sind nun nicht mehr weit. Wunderbar!

Was passiert, wenn du dich nicht an die Regel hälst?

Stell dir vor, du entscheidest in einigen wichtigen Bereichen deines Lebens, wie du dich verhalten willst. Vielleicht möchtest du in deinem Job erfolgreich sein und gehst richtig darin auf, und dann kommen deine Freunde/Familie daher und sagen, hej, so geht das aber nicht, wir wollen aber, dass du uns mehr unterstützt. Oder du bist Chef von mehreren Mitarbeitern und pflegst einen eher lockeren Führungsstil. Und dann kommt einer daher, der dir die Vorteile einer autoritären Führung schmackhaft machen will.

Und du machst es trotzdem so weiter, wie du es für richtig hälst. Was könnte passieren? Es könnte sein, dass du ab und an auf Ablehnung und Unverständnis stößt, ja. Es könnte auch sein, dass die anderen, Kollegen, Freunde, Familie, dich verstehen und respektieren und aufhören, an dir herum zerren. Und dann könnte es plötzlich passieren, dass du Zeit und Raum für dich selbst hast. Dass du deine eigenen Bedürfnisse (wieder) entdeckst und sie dir zugestehst. Dass du einfach deinen Weg gehst, und keine Energie mehr darauf verschwendest, es irgendwie anders zu machen. Plötzlich gingest du entspannter durch dein Leben! Keine Spur mehr vom Stress, es allen recht machen zu müssen und dabei doch nie ans Ziel zu kommen.

Also, wenn du Stress willst, musst du ein eigenes Leben vermeiden, unbedingt. Mach es allen Recht!


So, das war's für diese Woche, Regel #1. Viel Vergnügen damit und freu dich schon auf die nächste Woche, wenn es heißt: Regel #2 – Sei stets perfekt!


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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hab ich grad auf dem lieben Facebook auch weiter gegeben. Und ergänzen möchte ich hier noch (aber NUR unter der Voraussetzung, dass Du Dir damit KEINEN Stress machst): Ernsthaft… Falls Dir (und Deinem Kollegen und Mitarbeiter Coyote) dazu noch ein paar Regeln mehr einfallen, solltest Du UNBEDINGT erwägen, daraus ein eBook zu machen!!! Und zwar so ein richtiges, offizielles, mit Verkaufen in allen Shops und so. (Taste mich da auch grade ran…) Und auch genau mit diesem Aufbau. (Irgend was mit „99 Regeln für…“ würde sich wahrscheinlich gut machen. In diesem Sinne: Fröhliches Winken & schönes stressfreies Wochenende… ;0)

  2. Liebe Susanne,

    danke für Deinen Kommentar und für’s Weitergeben auf Facebook 🙂 . Ja, es gibt noch weitere Regeln (Coyote war sehr kreativ). Und ein Ebook dazu steht auf meiner Agenda. Mal sehen, wie die weitere Resonanz hier ist.

    *winkzurück* und auch für Dich ein schönes Wochenende!

    Lieben Gruß

    Petra

  3. Ja, diese inneren Antreiber sind die besten Stress-Ratgeber- und wir haben ja alle irgendwelche in uns verborgen.

    Zu dem „Mach es allen Recht!“:

    Ich finde es nicht immer so einfach, gerade in „Stress-Situationen und Zeiten“ so schnell zu entscheiden: Ist es jetzt „egoistisch“, wenn ich nach meinen Bedürfnissen gehe oder ist es gerade gesund und läuft hier gerade diese Antreiber-Nummer?

    Bei diesem bekannten Stress-Test war dies mein schwächster Punkt :-).

    also ich hatte damit am wenigsten zu tun.
    Als gebranntes Kind (ein früherer Chef, der mich oft überrumpelte) hatte ich mir angewöhnt erst einmal vorsichtshalber „nein“ zu sagen, um dann in Ruhe zu überlegen, was denn dagegen spricht und ob ich es nicht doch machen kann.

    Wie immer geht es natürlich um eine Balance, das Abwägen. Wo werden meine eigenen Interessen und Bedürfnisse ignoriert, wo sollte ich mehr darauf hören- und wo kann ich auch durchaus mal eigene Bedürfnisse zurückstellen und jemand anderem einen Gefallen tun.

  4. Hallo Zamyat,

    innere Antreiber sind ein gutes Stichwort, davon werden sich in den kommenden Wochen noch mehr hier finden 🙂

    Ja, mitten im Akut-Stress abzuwägen und die Balance zu wahren, ist natürlich nicht immer einfach bis hin zu „unmöglich“. Umso wichtiger finde ich, sich in den ruhigeren Phasen bewusst zu machen, was treibt mich an, was stresst mich eigentlich und warum? Und wie könnte ich anders damit umgehen? Um es dann im entsprechenden Fall immer besser und wirkungsvoller anwenden zu können. Das habe ich ja auch im Artikel“ Akut-Stress  – ein Wegweiser in 6 Schritten“ beschrieben.

    Bei der Regel Nummer 1 „Mach es allen recht“ gibt es natürlich auch verschiedenste Umgehensweisen. Zum Beispiel kann ich „es recht machen“, weil die Situation das gerade so erfordert, aber hinterher mit den Beteiligten besprechen, dass ich es SO nicht mehr will. Oder so.

    Danke für Deinen Kommentar!

    Beste Grüße

    Petra

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