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Sit Spot oder: Mein geheimer Kraftplatz

Heute möchte ich dich mit dem Konzept des Sit Spot oder Secret Place bekannt machen. Zu Deutsch bedeutet es in etwa Kraftplatz, Geheimer Platz oder einfach Sitzplatz. Es ist ein Konzept, das u.a. in der Wildnispädagogik angewendet wird.

alte Birke

alter toter Baum, Birke

Am Kraftplatz kommen wir mit der Natur in Kontakt. Wer erleben verschiedene Tages- und Jahreszeiten, unterschiedliche Witterung, Tiere und Pflanzen, und nicht zuletzt uns selbst in der Begegnung mit der Natur. Über das Wahrnehmen der äußeren Natur (die unser Spiegel ist) kommen wir zur Wahrnehmung unserer inneren Natur und damit in unsere eigene Kraft. Wir finden zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit, fast von selbst. Voraussetzung ist, dass wir uns darauf einlassen, zum Beobachter zu werden. Dein Sitzplatz ist ein Ort, den du regelmäßig, am besten täglich aufsuchst. An dem du bewusst Zeit verbringst, Zeit mit dir selbst und deinem Platz. Du kannst ihn mit einer bewussten Absicht aufsuchen, z.B. „heute will ich mal alles hören, was es zu hören gibt“. Oder du gehst ohne Absicht dort hin und schaust einfach mal, was dir begegnet. Der ideale Sitzplatz könnte etwa so beschrieben werden:

  • Es sollte ruhig sein, keine Hundespaziergängerrennstrecke oder mitten in der Fußgängerzone.
  • Es sollte sicher sein, nicht unbedingt in einem Überschwemmungsgebiet oder so.
  • erreichbar in 5 Minuten (sonst steigt die Gefahr, aus Bequemlichkeit nicht hinzugehen…)
  • Wasser wäre schön, oder ein Waldrand.
  • Du sollst dich wohlfühlen!

Super wäre es natürlich, wenn es ein Platz mitten in der Wildnis wäre 🙂 . Aber das ist für die meisten von uns eher nicht realistisch. Wer wohnt schon 5 Minuten von der Wildnis entfernt? Und im Grunde ist jeder Ort geeignet, also auch ein Baum in der Stadt, ein Balkon, ein Friedhof oder was dir sonst in den Sinn kommt. In den Rückmeldungen zu meinem Email-Kurs kam immer wieder das Argument: „ich würde es ja gerne machen, aber ich wohne in der Stadt, es ist so weit bis draußen, ich habe keine Wildnis um mich herum, der Weg dahin ist so weit“ usw. Da ich selber mehr als 30 Jahre in der Großstadt gelebt habe, weiß ich natürlich darum. Und gerade darum möchte ich dich ermuntern, dir einen Kraftplatz zu suchen, denn das geht auch in der Stadt. Kannst du dir vorstellen, dass so ein Platz etwas für dich sein könnte? Dann sei schon mal gespannt auf meinen nächsten Artikel. Darin schreibe ich, was du zu deinem Platz am besten mitnimmst, und ich verrate dir meinen eigenen geheimen Kraftplatz 🙂 . Wenn du magst, kannst du dich auch bis dahin zum (natürlich kostenlosen) Email-Kurs anmelden, den du hier finden kannst.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Petra!
    Ich bin gerade über deinen Text hier gestolpert. Selbstwahrnehmung durch die Natur, das klingt schön. Ich suche auch nach einem geeigneten Platz dafür, am liebsten im Wald. Aber ich finde es nicht einfach, dann auch dran zu bleiben, z.B. bei diesem kalten Wetter in den Wald zu gehen, um dort eine Übung zu machen. Das kostet dann schon Überwindungen.
    Und wie kann ich an diesem Platz Kraft aus der Natur schöpfen? Wie machst du das?
    Ich hätte auch mal Lust länger (auch über Nacht) an diesem Platz zu bleiben? Aber geht das so einfach?

    Liebe Grüsse Regina

  2. Hallo Regina,
    ja, das ist so eine Sache mit der Überwindung und dem Dranbleiben, da kenne ich auch was von 😉 . Je weiter der Weg zum Platz, desto mehr muss man sich manchmal überwinden, selbst wenn es am Platz selbst großartig ist. Ist irgendwie wie überall im Leben, finde ich. Ich habe das für mich mit einem Trick gelöst, Trick 17 mit Selbstüberlistung sozusagen. Im nächsten Artikel hier wird es darum gehen 🙂
    Um Kraft aus der Natur schöpfen zu können, gibt es verschiedene Möglichkeiten, die ich je nach Situation anwende. Grundsätzlich ist ja schon der reine Kontakt mit Natur, mit meinem Platz, entspannend. Aber ich gehe auch mit „Aufgaben“ raus, die ich mir stelle. Zum Beispiel, dass ich mal besonders darauf achte, was ich höre an dem Tag, oder rieche, oder sehe. Oder ich gehe mehrere Male hin und schaue ganz bewusst, was sich verändert. Manchmal werde ich innerlich nur still und versuche, mit dem Platz zu „verschmelzen“. Ist übrigens irre, welche Tiere einem dann manchmal begegnen! Und manchmal gehe ich mit einer Frage raus, wenn mich gerade ein Problem umtreibt. Dann bitte ich darum, dass mir eine Antwort gezeigt wird und achte auf alles, was mir passiert oder begegnet, ob ich etwas finde.

    Du siehst, es gibt einen Haufen Wege, draußen Kraft zu schöpfen. Wenn Du Dich mit der Natur verbindest (z.B. über Deine Sinneskanäle), verbindest Du Dich gleichzeitig mit Dir selbst (denn Du bist ja auch Natur!). Dann bist Du bei Dir, in Deiner Mitte, in Deiner Kraft. Wenn Du einen Platz hast, an den Du immer wieder gehst, dann baust Du auch sozusagen eine Beziehung zu ihm auf. Und auch das gibt Energie, wie bei einem guten Freund 🙂 .

    Einfach draußen zu bleiben ist so eine Sache. Ich weiß nicht, wie die Gegebenheiten bei Dir sind. Wo ich wohne, sind unsere Waldstücke recht klein. Da würde ich nicht ohne Absprache mit dem Förster oder Inhaber (wenn Privatwald) draußen bleiben, um unliebsame Überraschungen auf beiden Seiten zu vermeiden. Das kann sich aber in einem großen Wald wieder anders darstellen. In Punkto Sicherheit, wenn Du alleine draußen bleibst, würde ich in jedem Fall einen Freund ins Vertrauen ziehen, bei dem Du Dich zurückmeldest. Falls Dir etwas zustößt, weiß er dann recht schnell Bescheid und kann handeln.

    Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar Anregungen und gute Gründe für einen Platz geben. Wichtig ist vielleicht noch ein Aspekt. Ich sage (und meine) lieber: lass Dich von einem Platz finden, statt ihn zu suchen. Ich glaube, dass das einen Unterschied macht.
    Liebe Grüße
    Petra

  3. Hallo Petra
    Ich danke dir für die schnelle ausführliche Antwort und die Erklärungen. Das werde ich alles ausprobieren und dann bin ich mal gespannt auf deinen Trick 17 und lasse mich von einem Platz finden.
    ein schönes Wochenende
    Regina

  4. Pingback: Mein eigener Kraftplatz | Der Coyote-Blog

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